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Aberdour

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Bildquelle: Copyright by Undiscovered Scotland

Das nette Städtchen Aberdour liegt am nördlichen Ufer des Firth of Forth und schaut im Süden auf die kleine Insel Inchcolm mit dessen Kloster. Entstanden ist der Ort aus dem Hafen, der sich an der Mündung des Baches Dour Burn befindet. Eigentlich waren es sogar zwei Orte, Wester Aberdour und Easter Aberdour (je nach Uferlage zum Dour Burn), doch im Laufe der Zeit verschmolzen die Orte immer mehr und nannten sich fortan Aberdour.

aberdour castleZwischen den beiden "Stadteilen", doch eigentlich in Easter Aberdour, entstand im 13. Jh. das Aberdour Castle, was sich in den nächsten vierhundert Jahren immer mehr zu einem modernen Familiensitz entwickelte, dem der Earls of Morton. Nach einem Brand im späten 17. Jh. wurde das Castle zwar wieder aufgebaut, doch im Jahre 1725 kaufte die Familie das Aberdour House in Wester Aberdour und verließ das Castle. Nachdem das Aberdour House ebenfalls stark verfallen war, wurde es in den frühen 90er des 20. Jh. wieder hergerichtet und dient nun als privates Wohnhaus.

st fillians churchDirekt neben der Ruine des Aberdour Castle befindet sich die St Fillian's Church. Sie wurde ca. 1123 errichtet und war ständig Zankapfel zwischen den Mönchen der Inchcolm Abbey und den Bewohnern des Castles.

Im 18. Jh. wurde der Hafen von Aberdour um einen Steinpier erweitert um dem wachsenden Verkehr aus den nahe gelegenen Kohleminen gerecht zu werden. Ab dem Jahre 1850 wuchs der Verkehr dramatisch an, da nun auch die Vergnügungsdampfer aus Leith hier anlegten. Der nun folgende Touristenboom hatte zur Folge, dass ein neuer größerer Pier gebaut wurde und es entstanden viele Hotels, die noch heute das Stadtbild prägen.

Die Eisenbahn kam im Jahre 1890 nach Aberdour, kurz nach der Eröffnung der neugebauten Forth Rail Bridge. Durch die neue schnellere Verbindung brauchte man nun nur noch eine halbe Stunde nach Edinburgh. Doch die neue Verbindung hatte auch ihre Schattenseiten, denn die Dampfer wurden nun noch selten genutzt und viele stellten ihren Dienst gänzlich ein. Trotzdem wuchs die Stadt immer weiter. Die neue Verbindung und die wesentlich günstigeren Wohnpreise sorgten ständig für den Bau neuer Wohnhäuser. So breitete sich die Stadt vom Fuße des Hügels in Wester Aberdour immer weiter bis zum West Sand aus.

Das heutige Aberdour ist ein faszinierender Ort. Der Stadtteil Wester Aberdour erinnert mit seinen Gebäuden sowie mit den Shops und Hotels an die gute alte Zeit. Auch der alte Bahnhof ist wunderschön restauriert worden und erinnert an die Zeit, als die meisten Bewohner die Bahn nutzen, um auf die andere Seite der Firth of Forth zu kommen. Dann gibt es ja noch das bereits erwähnte Castle zu besichtigen und auch der Strand in der Bucht neben dem Hafen ist sowohl bei Besuchern als auch bei Anwohnern ein beliebtes Ziel.

north queensferry harbour light towerReisende, die von Süden über der Forth Road Bridge in Richtung Aberdour kommen, sollten auf ihrem Weg noch die ein oder andere Station einplanen. In North Queensferry würden sich hierfür am Pier stehende North Queensferry Harbour Light Tower aus dem Jahre 1817 anbieten oder das einzigartige Aquarium Deep See World.

st bridgets churchInteressant sind auch das Inverkeithing Library & Heritage Centre und die Ruine der St Bridget's Church an der Dalgety Bay. In der ca. 1244 errichteten Gemeindekirche befindet sich die Familiengruft der Earls of Dunfermline.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

Diashow

 

N 56°03'16.55"
56.054596

W 3°18'06.25"
-3.301735

 

   

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